Angle-Klassen – Definition und kieferorthopädische Bedeutung

Die Angle-Klassen sind die fundamentale Klassifikation der Bisslage in der Kieferorthopädie. Sie helfen, Fehlstellungen einheitlich zu beschreiben.

Synonyme: Angle-Klassifikation, Klasse I, II, III, Okklusionsklasse.

Was ist Angle-Klassen?

Die Angle-Klassen sind eine vom amerikanischen Kieferorthopäden Edward Hartley Angle (1899) entwickelte Klassifikation der Okklusion. Sie beschreibt die Bisslage anhand der Stellung des oberen ersten Molaren zum unteren ersten Molaren. Unterschieden werden Klasse I (Neutralbiss), Klasse II (Distalbiss / Überbiss) und Klasse III (Mesialbiss / Unterbiss).

Wie wird Angle-Klassen angewendet?

  • Klasse I: regelrechter Biss – Fehlstellungen meist nur einzelner Zähne (Engstand, Lücken)
  • Klasse II: Unterkiefer steht relativ zu weit hinten – häufigste skelettale Fehlstellung
  • Klasse III: Unterkiefer steht relativ zu weit vorn – oft genetisch bedingt
  • Klassifikation ist Grundlage jeder kieferorthopädischen Diagnostik und Therapieplanung

Angle-Klassen in der Praxis

Die Angle-Klassifikation ist Standard in jeder Befundung – auch in unserer Praxis in Erstfeld. Bei skelettal ausgeprägten Klassen II oder III ist oft eine Frühbehandlung im Wachstumsalter besonders effektiv.

Über den Autor

Dr. Philipp Meyer ist Fachzahnarzt für Kieferorthopädie in Erstfeld. Master of Science Ästhetische Zahnheilkunde, Autor mehrerer Fachartikel im DocCheck Flexikon.

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