Funktionskieferorthopädie – Definition und Bedeutung

Die Funktionskieferorthopädie nutzt das natürliche Wachstum des Kiefers zur Korrektur von Fehlstellungen – ein zentrales Konzept der kindlichen Kieferorthopädie.

Synonyme: FKO, Funktionsapparaturen, myofunktionelle Therapie.

Was ist Funktionskieferorthopädie?

Funktionskieferorthopädie (FKO) ist ein Behandlungskonzept, bei dem das natürliche Kieferwachstum durch herausnehmbare Apparaturen gezielt gelenkt wird. Sie basiert auf der Aktivierung muskulärer Kräfte und ist besonders im Wechselgebiss und während des pubertären Wachstumsschubs wirksam.

Wie wird Funktionskieferorthopädie angewendet?

  • Bionator nach Balters: zur Wachstumssteuerung bei Klasse-II-Fehlstellungen
  • Aktivator: ähnliches Prinzip, ältere Variante
  • Delaire-Maske: extraoraler Zug zur Förderung des Oberkieferwachstums (Klasse III)
  • Herbstscharnier: festsitzende FKO-Apparatur, kein Mitarbeits-Erfordernis
  • Behandlungsphase typischerweise 12–24 Monate

Funktionskieferorthopädie in der Praxis

In unserer Praxis in Erstfeld setzen wir Funktionskieferorthopädie regelmässig bei Kindern im Wechselgebiss ein. Die richtige Wahl der Apparatur richtet sich nach Diagnose, Wachstumsstand (CVM-Methode) und Mitarbeit.

Über den Autor

Dr. Philipp Meyer ist Fachzahnarzt für Kieferorthopädie in Erstfeld. Master of Science Ästhetische Zahnheilkunde, Autor mehrerer Fachartikel im DocCheck Flexikon.

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