Diagnostik mit 3D-Röntgen (DVT)
Die genaue Lage des verlagerten Zahns wird mit dreidimensionalem Röntgen bestimmt – Grundlage jeder Behandlungsplanung.
Ein verlagerter (retinierter, impaktierter) Zahn – häufig der bleibende Eckzahn – ist eine komplexe kieferorthopädisch-chirurgische Aufgabe. In unserer Praxis in Erstfeld berät Sie Dr. Philipp Meyer, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, zu Diagnose und Behandlung.
Ein verlagerter (oder retinierter, impaktierter) Zahn ist ein Zahn, der nicht in seine reguläre Position durchbricht, sondern im Kieferknochen verbleibt oder in einer falschen Position liegt. Am häufigsten betroffen sind die bleibenden Oberkiefer-Eckzähne und die Weisheitszähne. Ursachen reichen von Platzmangel über persistierende Milchzähne bis zu Wachstumsstörungen. Die Diagnose erfolgt klinisch und mit dreidimensionalem Röntgen (DVT). Behandlung meist als Kombination aus chirurgischer Freilegung und kieferorthopädischer Einordnung.
Synonyme und verwandte Begriffe: Retinierter Zahn, Impaktierter Zahn, Eckzahn-Verlagerung, Nicht durchgebrochener Zahn, Verlagerter Eckzahn.
Die Ursachen sind meist multifaktoriell – genetische Faktoren spielen eine zentrale Rolle, oft kombiniert mit erworbenen Faktoren wie Lutschgewohnheiten, Mundatmung oder dem Verlauf des Zahnwechsels.
Ob und wann eine Behandlung notwendig ist, entscheidet die fachärztliche Beurteilung im Einzelfall. Mögliche Folgen einer unbehandelten Fehlstellung können sein:
Der optimale Behandlungszeitpunkt hängt vom Wachstumsstand und der Ausprägung der Fehlstellung ab.
| Wachstumsphase | Sinnvoll? | Methode |
|---|---|---|
| Wechselgebiss (8–12 Jahre) | ✅ IDEAL | Frühe Diagnose, ggf. Milchzahn-Extraktion |
| Hauptbehandlung (10–14 Jahre) | ✅ | Chirurgische Freilegung + Brackets-Einordnung |
| Erwachsene | ⚠️ aufwändiger | Häufig kombiniert kieferorthopädisch-chirurgisch |
Mehr zur Zahnspange für Kinder oder zur Zahnspange für Erwachsene.
Die Methodenwahl richtet sich nach Alter, Ausprägung und individuellen Präferenzen. Übersicht der relevanten Optionen:
Die genaue Lage des verlagerten Zahns wird mit dreidimensionalem Röntgen bestimmt – Grundlage jeder Behandlungsplanung.
Der retinierte Zahn wird vom Kieferchirurgen freigelegt und ein Bracket aufgeklebt – zur kontrollierten kieferorthopädischen Einordnung.
Über mehrere Monate wird der Zahn mit Brackets und Bögen in seine korrekte Position gezogen.
Standardmethode für die kontrollierte Einordnung verlagerter Zähne.
Mehr zur Feste Zahnspange →Die Behandlungsdauer bei Verlagerter Zahn liegt typischerweise zwischen 12 und 30 Monaten – abhängig von Methode, Alter und Schweregrad. Die Kosten variieren je nach Komplexität und gewählter Apparatur. Bei Kindern mit anerkannten Geburtsgebrechen (GgV 209, 210) übernimmt die IV die Kosten vollständig.
Diese Fehlstellungen treten häufig in Kombination oder Abgrenzung zum Verlagerter Zahn auf:
In unserer Praxis in Erstfeld berät Sie Dr. Philipp Meyer, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, persönlich zu allen Aspekten von Verlagerter Zahn. Die Praxis liegt direkt am Bahnhof Erstfeld und ist mit der S-Bahn aus Altdorf in 8 Minuten, mit der MGB-Bahn aus Andermatt in 30 Minuten und mit dem Auto über die A2 sehr gut erreichbar.
Dr. Meyer ist Autor des Fachartikels „Retention / Zahn (DocCheck Flexikon)” im DocCheck Flexikon – dem grössten medizinischen Fachlexikon im deutschsprachigen Raum.
Am häufigsten betroffen sind die bleibenden Oberkiefer-Eckzähne (Eckzahn-Verlagerung) und die Weisheitszähne. Auch zweite Prämolaren können retiniert bleiben.
Klinische Untersuchung (Palpation, fehlender Zahn in der Zahnreihe) und bildgebende Diagnostik – heute meist 3D-Röntgen (DVT) zur exakten Lage- und Lagebeziehung-Bestimmung.
Nein. Bei retinierten Eckzähnen wird in den meisten Fällen die Einordnung versucht – Extraktion nur bei ungünstiger Lage oder Wurzelresorption an Nachbarzähnen. Weisheitszähne werden je nach Lage entweder eingeordnet, belassen oder entfernt.
Unter lokaler Anästhesie wird der Zahn vom Kieferchirurgen freigelegt und ein Bracket mit Kette aufgeklebt. Anschliessend wird der Zahn über Monate kieferorthopädisch eingeordnet.
Typischerweise 18–30 Monate – abhängig von Lage, Alter und Komplexität des Falls.