Altersgruppen
- Jugendliche im Wechsel- und bleibenden Gebiss (ab ca. 11 Jahren)
- Erwachsene jeden Alters
Brackets (fachsprachlich Multibracketapparatur) sind die klassische feste Zahnspange und der Goldstandard der modernen Kieferorthopädie. Dr. Philipp Meyer, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie und Autor der Fachartikel „Bracket“ und „Multibracketapparatur“ im DocCheck Flexikon, behandelt in unserer Praxis in Erstfeld täglich Patientinnen und Patienten mit Brackets.
Brackets sind kleine Befestigungselemente, die direkt auf die Aussenseite der Zähne geklebt werden und über einen Drahtbogen miteinander verbunden sind. Die Zahnbewegung erfolgt über die Spannung des Drahtbogens, der durch die Bracket-Slots geführt wird. Die fachsprachliche Bezeichnung des Gesamtsystems ist „Multibracketapparatur“. Drei Hauptvarianten: Metall-Brackets, Keramik-Brackets, selbstligierende Brackets.
Synonyme und verwandte Begriffe: Brackets, Multibracketapparatur, Feste Zahnspange, Bracketsystem, Multiband-Apparatur.
Jedes Bracket wird mit einem speziellen Klebstoff auf den Zahn aufgebracht und nimmt einen vorgeformten Drahtbogen auf. Der Bogen will sich in seine ursprüngliche Form zurückbiegen und überträgt dabei kontinuierliche, sehr kleine Kräfte auf die Zähne. Über mehrere Bogenwechsel hinweg werden die Zähne in die geplante Position bewegt. Spezielle Hilfselemente (Gummizüge, Federn, Mini-Implantate als Verankerung) ergänzen das System bei komplexen Bewegungen.
Brackets / feste Zahnspange wird in unserer Praxis bei folgenden Zahnfehlstellungen eingesetzt:
| Fehlstellung | Indikations-Stärke |
|---|---|
| Engstand | Hauptindikation |
| Überbiss | Hauptindikation |
| Tiefbiss | Hauptindikation |
| Verlagerter Zahn | Hauptindikation |
Übersicht aller Bissfehler: Zahnfehlstellungen im Überblick.
Nach Diagnostik und Behandlungsplanung werden die Brackets in einer Sitzung aufgeklebt und der erste Drahtbogen eingesetzt. Kontrolltermine alle 6–8 Wochen mit Bogenwechseln, Federn oder Gummizügen. Die aktive Behandlungsphase dauert typischerweise 18–30 Monate. Nach Abschluss werden die Brackets entfernt, die Klebereste poliert und ein Retainer eingesetzt.
Klassische Metall-Brackets starten ab ca. CHF 2'950 und liegen häufig zwischen CHF 5'000 und 9'000. Keramik-Brackets ab ca. CHF 3'450 (häufig CHF 6'000–10'000), selbstligierende Systeme sind etwas teurer. Eine detaillierte Übersicht zu KFO-Kosten finden Sie unter „Zahnspange Kosten Schweiz“.
Hinweis: Preisangaben variieren je nach individuellem Befund, Behandlungsumfang und Materialwahl und sind nur als Richtwert zu verstehen. Ein verbindlicher Kostenvoranschlag wird nach der Diagnostik erstellt.
Diese Seite beschreibt Brackets / feste Zahnspange fachlich. Für Informationen zur konkreten Behandlung in unserer Praxis:
Feste Zahnspange in Erstfeld →In unserer Praxis in Erstfeld setzen wir Brackets / feste Zahnspange regelmässig in der täglichen kieferorthopädischen Versorgung ein. Die Praxis liegt direkt am Bahnhof Erstfeld – aus Altdorf in 8 Minuten mit der S-Bahn, aus Andermatt in 30 Minuten mit der MGB-Bahn und mit dem Auto über die A2 sehr gut erreichbar.
Dr. Philipp Meyer ist Autor der Fachartikel „Bracket“ und „Multibracketapparatur“ im DocCheck Flexikon.
Metall-Brackets sind klein, robust und kostengünstig, aber gut sichtbar. Keramik-Brackets sind zahnfarben und damit deutlich unauffälliger, etwas grösser und teurer. Klinisch sind beide gleichwertig.
Selbstligierende Systeme verzichten auf Gummi- oder Drahtligaturen – der Drahtbogen wird durch einen integrierten Verschluss gehalten. Vorteile: weniger Friktion, oft kürzere Stuhlzeiten. Klinische Studien zeigen jedoch keinen klar überlegenen Behandlungseffekt gegenüber konventionellen Brackets.
Das Aufkleben der Brackets selbst ist schmerzfrei. In den ersten 3–5 Tagen nach Einsetzen oder Bogenwechsel ist ein Druckgefühl bzw. leichter Zahnschmerz beim Kauen normal und klingt von selbst ab.
Bracket aufbewahren, keine Gewalt anwenden und in der Praxis einen zeitnahen Termin vereinbaren. Bei spitzem Draht: medizinisches Wachs aus der Apotheke abdeckt provisorisch.
Typischerweise 18–30 Monate aktive Behandlung, gefolgt von einer Retentionsphase mit Retainer. Bei einfachen Fällen kürzer, bei komplexen Korrekturen länger.